Fragen & Antworten

  • Pedelec 25 und Pedelec 45 – die Unterschiede im Überblick +

      Pedelec 25 Pedelec 45
    Unterstützung bis max. 25 km/h 45 km/h
    Motorstärke max. 250 Watt 500 Watt
    Versicherungskennzeichen nein ja
    Mindestalter nein 15 Jahre
    Fahrerlaubnis nein Mofaprüfbescheinigung
    Radwegenutzung ja nur wenn »Mofa frei« und außerorts
    Helmpficht nein ja
    Beleuchtung Dynamo Akku
    Bussgeldvorschriften für Radfahrer für Kraftfahrer
  • Wie oft muss ich den Akku aufladen? Wie lang dauert ein durchschnittlicher Ladevorgang? +

    Bei hochwertigen Pedelecs sind 40 bis 50 Kilometer Reichweite die Regel. Das Laden dauert je nach Hersteller und Modell zwischen zwei und fünf Stunden.

  • Darf ich ein Pedelec auf einem Fahrradträger am Auto transportieren? +

    Grundsätzlich ja, aber die Belastungsgrenzen des Dach- oder Heckgepäckträgers müssen eingehalten werden. Wenn der Träger auf der Anhängerkupplung montiert wird, ist zudem die zulässige Stützlast zu beachten.

  • Wo kann ich den Akku unterwegs aufladen? +

    An einer entsprechenden Infrastruktur arbeiten bereits heute viele Städte und Gemeinden in Verbindung mit den Stromversorgern. Der ständig steigende Anteil an E-Mobilität wird in den kommenden Jahren neue Lösungen hervorbringen, um Akkus unterwegs flächendeckend aufladen zu können.

    Wie solche technischen Lösungen konkret aussehen, hängt nicht zuletzt von der Entwicklung von herstellerübergreifenden Standards ab.

  • Ich wiege 135 Kilo und möchte ein Pedelec kaufen. Worauf muss ich achten? +

    Sehen Sie gemeinsam mit dem Fachhändler in der Bedienungsanleitung nach dem zulässigen Gesamtgewicht, also der Summe aus dem Gewicht von Fahrer, Pedelec und Gepäck. In Ihrem Fall sollte das Gesamtgewicht 180 Kilogramm nicht unterschreiten. Verschiedene Hersteller bieten Pedelecs für diese Belastung an.

  • Darf ich mit einem Pedelec 45 einen Kinderanhänger ziehen? +

    Nein, das ist nicht erlaubt. Der Transport von Kindern in Anhängern ist ausschließlich für Fahrräder, also nur für Pedelecs 25 erlaubt. Zudem sind Kinderanhänger für höhere Geschwindigkeiten nicht ausgelegt.

  • Benötigen Pedelecs besondere Bremsen? +

    Ein zeitgemäßes Pedelec sollte eine Bremsanlage haben, die auf modernstem Stand ist. Zurzeit sind hydraulische Scheibenbremsen das Maß aller Dinge. Als zuverlässig gelten auch hydraulisch betätigte Felgenbremsen.

  • Kann ich mich beim Kauf auf irgendwelche Gütesiegel verlassen? +

    Mit dem GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit bescheinigt ein unabhängiges Institut, dass ein Pedelec den Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes entspricht. Ein Gütesiegel als Kaufentscheidungshilfe existiert nicht, da es die entscheidende Frage auch nicht beantworten kann:

    Passt das Rad zu meinem Einsatzzweck und meinen ergonomischen Bedürfnissen? Hier ist der Fachhändler der beste Ansprechpartner. Mein Tipp: Fahren Sie mindestens fünf verschiedene Modelle unterschiedlicher Preisklassen Probe. Dann trennt sich die Spreu schnell vom Weizen.

  • Ich habe gehört, dass es in Zukunft Radschnellwege geben soll. Was ist das? +

    In Holland gibt es schon sehr viele Fahrradschnellstraßen, auf denen Radfahrer über längere Distanzen, zum Beispiel zwischen Städten, sicher fahren können. In Deutschland sind solche Radwege auch geplant, etwa im Ruhrgebiet zwischen Duisburg und Dortmund auf 60 Kilometern Länge mit einer Breite von fünf Metern.

    Weil man mit Pedelecs leichter lange Strecken mit einem höheren Tempo fahren kann, können solche Radschnellwege den Pedelecverkehr fördern und sicherer machen.

  • Was ist eine Schiebehilfe? +

    Mit der Anfahr- oder Schiebehilfe kann man den Motor bis zu einer Geschwindigkeit von sechs km/h auch ohne Mittreten einschalten.

    Das hilft beim Anfahren oder wenn Sie das Rad eine steile Rampe hochschieben müssen. Pedelecs mit einer solchen Schiebehilfe gelten als Fahrräder.

  • Wo müssen Pedelec-Fahrer im Straßenverkehr besonders aufpassen? +

    Besonders an Einmündungen und Kreuzungen kann es für Pedelec-Fahrer gefährlich werden.

    Der Grund: Autofahrer können die höheren Geschwindigkeiten von Pedelecs oft nicht richtig einschätzen, denn sie erkennen meist nicht, ob sie es mit einem Radfahrer zu tun haben oder einem in der Regel deutlich schnelleren Pedelec-Fahrer.

  • Gibt es so etwas wie Pedelec-Fahrkurse? +

    Einzelne ADFC-Kreisvereine bieten solche Einsteigerkurse für Pedelecfahrer an.

    Nähere Informationen gibt es beim ADFC unter 0421-3 46 29 0.

  • Ich bin über 70 und will vom Rad aufs Pedelec umsteigen. Meine Kinder halten das für riskant... +

    Wenn Sie geübter Radfahrer sind, spricht nichts gegen ein Pedelec. Ich empfehle ein Pedelec 25, da es einem herkömmlichen Fahrrad am nächsten kommt.

    Achten Sie beim Kauf besonders auf das Gewicht und die gewünschte Reichweite des Akkus. Bei einem Fachhändler haben Sie die Möglichkeit, auf einer Probefahrt ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich ein Pedelec fährt.

  • Ich brauche ein Rad mit möglichst tiefem Durchstieg – worauf muss ich beim Kauf achten? +

    Gerade bei sehr günstigen Pedelecs besteht die Gefahr, dass auf Rahmensteifigkeit wenig Wert gelegt wird, weil sie die Konstruktion aufwändiger und damit teurer macht. Entscheiden sollte auch hier eine Probefahrt, bei der Sie auch ruhig teurere Modelle zum Vergleich fahren sollten.

    Übrigens: Wenn ein Rahmen bei der Fahrt »flattert« kann das auch andere Ursachen haben, zum Beispiel die Bereifung oder Lastverteilung.

  • Benötigt ein Pedelec spezielle Reifen? +

    Für Pedelecs 25 gibt es hier keine Vorschriften. Bei schnellen Pedelecs ist eine Mindestprofiltiefe von einem Millimeter vorgeschrieben.

  • Mein altes Rad hat eine Rücktritt-Bremse. Gibt es die auch am Pedelec? +

    Die Rücktrittbremse hat hierzulande Tradition und das haben mehrere Hersteller erkannt. Sie bieten den Rücktritt in Verbindung mit Mittelmotor und Nabenschaltung an.

    Oft haben die Räder dann noch zwei Handbremsen, insgesamt also drei Bremsen. Übrigens wirken moderne Handbremsen sehr gut und Sie sollten sie auch nutzen.

  • Darf ich mit einem Pedelec auf dem Radweg fahren? +

    Sie dürfen es nicht nur, Sie müssen es sogar, wenn eine Radweg-Benutzungspflicht besteht. Besteht diese nicht, können Sie auf der Straße fahren. Das gilt allerdings nicht für die schnellen Pedelecs.

    Diese dürfen nur solche Radwege benutzen, die auch für Mofas freigegeben sind.

  • Existiert eine Helmpflicht für Pedelecs? +

    Mit Pedelecs kann man schneller beschleunigen und höhere Geschwindigkeiten erzielen. Damit erhöhen sich auch die Gefahr eines Unfalls und die Wucht, mit der ein Kopf auf den Holm eines anderen Fahrzeuges oder auf die Straße trifft.

    Ein Fahrradhelm empfiehlt sich daher noch dringender als bei normalen Fahrrädern. Eine Pflicht existiert zurzeit jedoch nicht.

  • Sollte der Motor beim Pedelec vorne, hinten oder in der Mitte sein? +

    Vorderradmotoren werden zunehmend weniger verbaut, weil sie auch fahrdynamisch Nachteile haben. Der Trend geht zum Mittelmotor, weil er sich günstig auf den Schwerpunkt auswirkt und das Fahrrad besser beherrschbar macht, zumal, wenn auch der Akku möglichst mittig im Rahmen sitzt.

    Beim Heckmotor läuft die Antriebskraft hingegen nicht über die Kette, er macht aber das Hinterrad schwerer und die Wartung, etwa bei einem Plattfuß, schwierig. Trotzdem: Entscheidend ist, dass Sie eine Probefahrt machen und die Unterschiede »erfahren«.

  • Braucht man zum Fahren mit einem Pedelec eine Fahrerlaubnis? +

    Man unterscheidet Pedelecs 25 und Pedelecs 45. Die Pedelecs 25 haben eine Motorunterstützung bis 25 km/h und leisten 250 Watt. Diese Pedelecs gelten als Fahrräder. Im Gegensatz dazu gibt es die Pedelecs 45, deren Motor leistungsfähiger ist und bis 45 km/h unterstützt.

    Für diese Fahrzeuge braucht man mindestens eine Mofaprüfbescheinigung, wenn der Fahrer nach dem 31. März 1965 geboren wurde oder eine sonstige höherwertige Fahrerlaubnis. Ein Pedelec 45 muss zudem ein Versicherungskennzeichen aufweisen.

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